Für wen ist eine private Krankenversicherung sinnvoll? Brauchst du eine private Krankenversicherung?

Brauche ich eine private Krankenversicherung?

„Der Gesunde hat 1000 Wünsche, der Kranke nur einen: Wieder gesund zu werden.“  In Deutschland ist eine Krankenversicherung Pflicht. Sie sichert uns ab, wenn wir krank sind, Operationen anstehen oder Unfälle passieren. Die meisten Arbeitnehmer*innen sind gesetzlich krankenversichert. Das bedeutet, dass ein Teil ihres Bruttogehalts von dem*der Arbeitgeber*in an die Krankenversicherung gezahlt wird. Der Rest wird durch den*die Arbeitnehmer*in dazu gezahlt.  

Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen, die man selbst bezahlt und einen Zuschuss des*der Arbeitgeber*in dazu gezahlt bekommt. Dann kann man auch von einem größeren Leistungsspektrum profitieren und hat eine Chance auf eine bestmögliche medizinische Versorgung.  Doch für wen ist eine private Krankenversicherung denn eigentlich sinnvoll und was bringt sie mir genau?  

Das bringt dir eine private Krankenversicherung  

Die private Krankenversicherung ist sinnvoll, wenn du dir die bestmögliche medizinische Versorgung sichern möchtest. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen dem Wirtschaftlichkeitsgebot (§12 SGB V). Demnach müssen die Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Die Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden, sind somit nur ausreichend und nicht sehr gut. Sie sind zweckmäßig und nicht komfortabel. Wirtschaftlich bedeutet im Wesentlichen die günstigste und nicht die beste, modernste Art der Versorgung. Zudem gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung immer wieder Anpassungen des Leistungsumfangs. Vor einigen Jahren wurden bspw. Leistungen im Bereich Sehhilfen oder Kieferorthopädie gestrichen.

Aufgrund des demographischen Wandels ist zu erwarten, dass es in Zukunft weitere Leistungs- und Beitragsanpassungen der gesetzlichen Versorgung geben wird.  In der privaten Krankenversicherung darf der*die behandelnde Arzt bzw. Ärztin Leistungen erbringen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind. Das Ziel ist nicht nur die „bloße Abwesenheit von Krankheit und Gebrechlichkeit“, sondern ein „Zustand völligen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“.  Der große Vorteil der privaten Krankenversicherung besteht darin, dass deine Leistungen vertraglich festgeschrieben sind. Die Gesellschaft kann diese nicht verändern. Du kannst dir also sicher sein, dass die für dich wichtigsten Leistungen dauerhaft abgesichert sind.  Was sind die Unterschiede zwischen einer gesetzlichen und privaten Krankenversicherung? Hier erfährst du mehr.

Für wen ist eine private Krankenversicherung sinnvoll?  

Eine private Krankenversicherung ist insbesondere für Beamt*innen, Selbstständige, Freiberufler*innen und gutverdienende Angestellte sinnvoll.  Beamt*innen haben die Wahl, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert sein möchten. Sie genießen einen Sonderstatus, weil das Bundesland, der Bund oder die Kommune, bei dem bzw.der sie angestellt sind, einen festen Anteil, von mindestens 50%, sämtlicher Krankheitskosten übernimmt. Der*die Beamte selbst muss nur den Rest bezahlen, für den sich in der Regel eher eine sogenannte „Restkostenversicherung“ bei einer privaten Krankenkasse anbietet.   
Auch Selbstständige und Freiberufler*innen können selbst entscheiden, ob sie gesetzlich oder privat versichert sein möchten. Anders als bei Angestellten ist diese Entscheidung nicht an die Höhe ihres Einkommens gebunden.

Eine Ausnahme gilt jedoch beispielsweise für Freiberufler*innen, die einer künstlerischen Tätigkeit nachgehen, weil diese teilweise der Versicherungspflicht der Künstlersozialkasse (KSK) unterliegen.  
Gutverdienende Angestellte, die so viel verdienen, dass sie über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen, haben ebenfalls die Möglichkeit, sich für eine private Krankenversicherung zu entscheiden. Die Einkommensgrenze für eine private Krankenversicherung ändert sich regelmäßig, sie liegt aktuell (2020) bei einer Höhe von 62.550 €, was in etwa einem monatlichen Einkommen von 5.213 € entspricht. In solchen Fällen ist die private Krankenversicherung für die Einzelperson oft sogar günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung. Darüber hinaus kann man von umfangreicheren Leistungen profitieren. 

Der Wechsel in die private Krankenversicherung  

Der Wechsel in die private Krankenversicherung sollte so früh wie möglich geschehen, um von den besseren Konditionen bei einem guten Gesundheitsstatus zu profitieren. Darüber hinaus wird die Beitragshöhe an das Alter des Versicherten bei Vertragsabschluss angepasst – je jünger, desto besser.  

Unser Tipp: Auch wenn du aktuell noch keine private Krankenversicherung abschließen möchtest, solltest du dir überlegen eine Optionsversicherung zuzulegen. Damit kannst du deinen derzeitigen Gesundheitszustand für die Zukunft festschreiben. Wenn du also später die Wahl hast in die private Krankenversicherung zu wechseln, dann kannst du das ohne erneute Gesundheitsprüfung machen.   

Wenn du zu einer der oben genannten Personengruppen gehörst und eine private Krankenversicherung für dich infrage kommt bzw. du dir die Option auf einen Wechsel offen halten möchtest, dann vereinbare jetzt dein Beratungsgespräch bei einem*einer Berater*in deiner mitNORM und sichere dir deine individuelle und objektive Beratung.  

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